Initiative gerechter Marktwirtschaft

 
 
 

Mindestlohn als Wachstumsmotor!

Frankreich...
schaffte es, trotz oder wegen der stabilen Lohnentwicklung (inkl. Mindestlohn) und ohne großer Einschnitte in die sozialen Sicherungssysteme seit Beginn der Wahrungsunion insgesamt kräftiger zu wachsen als Deutschland. In Frankreich war daher der Zuwachs an Beschäftigung insgesamt größer und der Rückgang der Arbeitslosigkeit stärker als in Deutschland.

Frankreich legt viel Wert auf den Erhalt einer binnenwirtschaftlichen Dynamik, während für Deutschland die exportorientierte Wirtschaftspolitik mit sinkenden Löhnen immer im Vordergrund stand.

Hierzu mehr auf den Seiten des Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung - IMK

Löhne 2009

900.000 Vollzeitarbeitsplätze im Aufschwung abgebaut

Wie die Gesellschaft für Konsumforschung GfK berichtete, beträgt das Nettoeinkommen der Deutschen für das Jahr 2009 insgesamt rund 1.558 Milliarden Euro. Das entspricht im Durchschnitt etwa 1,1% und damit 210 Euro pro Kopf mehr als im Vorjahr. Im Vergleich: das Bankenrettungspaket entspricht rund einem Drittel des gesamten Einkommens der Bevölkerung.

Inflation tilgte Tariferhöhungen
Die Lohnerhöhungen der letzten Jahre wurden durch die Inflation vollkommen aufgebraucht. Die Entwicklung der realen Kaufkraft ist daher in den negativen Bereich abgerutscht. Im Vergleich mit internationalen Reallohnentwicklungen hat Deutschland nach wie vor keinen guten Stand. Der teuer erkaufte Platz "Exportweltmeister" - erreicht durch Lohnzurückhaltung - brachte den Beschäftigten keine besseren Zeiten.

Die seit Jahren schwindende Kaufkraft der breiten Bevölkerung ist jetzt konkret belegbar. Binnennachfrage, Konsum und Kaufkraft sind plötzlich wieder "IN". Lange Zeit wurde den Bürgern beigebracht - Lohnzurückhaltung ist Arbeitsplatzsicherung. Das Gegenteil ist aber der Fall. Den Teil der nicht erhaltenen Partizipation an den Gewinnen des letzten, wenn auch kurzen Aufschwungs übernimmt jetzt der Staat. Er springt in die Bresche um das auszugleichen, was den Bürgern verwehrt wurde: Kaufkraft.


Hohe Gewinne
Das Verweigern angemessener Löhne ließ die Lohnquote seit Jahren sinken. Es ist aber auch bedenklich, wenn jetzt durch sinkende Inflationsraten den Lohnempfängern schon mal suggeriert wird, dass dies endlich die verdienten Reallohnzuwächse seien. Eine vorauseilende Äußerung. Damit wollen Lobbyisten schon jetzt die künftigen Lohnforderungen bekämpfen.

Das Konjunkturpaket II, schon wieder reduziert auf die Hälfte, soll jetzt für den Ersatz der fehlenden Kaufkraft sorgen, die durch zu geringe Beteiligung der Menschen an den während des vergangen Aufschwung erwirtschafteten Gewinnen entstand.

Die Lohnquote lag lange Jahre um die 72%, heute bei etwa 61%. Vergleicht man die Differenz mit den ursprünglich andiskutierten Konjunkturpaketgrößen, kommt man auf ähnliche Werte.

MEHR BESSCHÄFTIGUNG - ABER WAS FÜR WELCHE?

900.000 Vollzeitarbeitsplätze im Aufschwung abgebaut
Während des letzten Aufschwung wurden nicht nur zu niedrige Löhne gezahlt. In dem historisch sehr kurzem Aufschwung wurden hauptsächlich "bad Jobs" über eine Ausweitung der Leiharbeit, Teilzeitarbeit, Mini-Jobs und Niedriglohnbereich geschaffen. 900.000 Vollzeitarbeitsplätze wurden allein von 2003 bis 2008 nachweislich abgebaut.

Löhne

Volkswirtschaft ist der Zeitpunkt, an dem die Leute anfangen, darüber nachzudenken, warum sie so wenig Geld haben.